Unterlagen für den Hausverkauf: die Checkliste
Kaufinteressenten wollen wissen, was sie kaufen, ihre Bank will es noch genauer wissen, und der Notar braucht für den Vertrag ebenfalls einiges. Wer die Unterlagen früh beisammen hat, verkauft entspannter – und wirkt zuverlässig. Diese Liste hilft dir dabei.
Tipp: Fang mit den Unterlagen an, für die du ein Amt brauchst. Grundbuchamt, Katasteramt oder Bauamt antworten nicht immer sofort.
Für jede Immobilie
| Unterlage | Wo du sie bekommst | Wofür |
|---|---|---|
| Grundbuchauszug | Grundbuchamt beim Amtsgericht, in vielen Ländern auch online beantragbar | zeigt Eigentümer, Rechte und Grundschulden; Käufer und Bank fragen danach |
| Flurkarte (Liegenschaftskarte) | Katasteramt bzw. Vermessungsamt, oft über das Geoportal des Landes | Lage, Zuschnitt und Grenzen des Grundstücks |
| Energieausweis | Ausstellungsberechtigte, etwa Energieberater | Pflicht beim Verkauf, Angaben gehören ins Inserat |
| Grundrisse, Schnitte, Ansichten | eigene Bauunterlagen oder Bauakte beim Bauamt | Exposé und Fragen der Interessenten |
| Wohnflächenberechnung | Bauunterlagen oder neu berechnen lassen | Angebotspreis und Exposé |
| Baugenehmigung, Baubeschreibung | eigene Unterlagen oder Bauakte | zeigt, dass Anbau, Dachausbau oder Garage genehmigt sind |
| Nachweise über Modernisierungen | Rechnungen, Garantien, Wartungsprotokolle | begründet den Preis, beantwortet Fragen zu Dach, Heizung, Fenstern |
Ein einfacher Grundbuchauszug kostet beim Grundbuchamt 10 Euro, ein beglaubigter (amtlicher) 20 Euro. Als Eigentümer bekommst du ihn ohne Weiteres. Der Notar sieht vor der Beurkundung selbst ins Grundbuch; für Interessenten und deren Bank brauchst du aber einen aktuellen Auszug.
Oft gefragt
- Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis – bei der Bauaufsichtsbehörde. Baulasten stehen nicht im Grundbuch. Bayern führt kein Baulastenverzeichnis.
- Anliegerbescheinigung – bei der Gemeinde. Sie zeigt, ob noch Erschließungsbeiträge offen sind.
- Gebäudeversicherung – der Versicherungsschein. Die Versicherung geht mit dem Eigentum auf den Käufer über.
- Grundsteuerbescheid, Abrechnungen für Heizung, Strom und Wasser – zeigen die laufenden Kosten.
- Protokoll des Schornsteinfegers bzw. Feuerstättenbescheid – Angaben zur Heizung.
Zusätzlich bei einer Eigentumswohnung
- Teilungserklärung mit Aufteilungsplan – beim Grundbuchamt oder bei der Verwaltung. Sie regelt, was zu deiner Wohnung gehört und was Gemeinschaftseigentum ist.
- Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre und die Beschluss-Sammlung – beschlossene Sanierungen und Sonderumlagen stehen dort.
- Wirtschaftsplan und Hausgeldabrechnung – zeigen das monatliche Hausgeld und die Kosten.
- Höhe der Erhaltungsrücklage – früher Instandhaltungsrücklage; erfragst du bei der Verwaltung.
- Kontaktdaten der Verwaltung – schreibt die Teilungserklärung vor, dass der Verwalter dem Verkauf zustimmen muss, holt der Notar die Zustimmung ein.
Zusätzlich bei einer vermieteten Immobilie
- Mietvertrag mit allen Nachträgen und Mieterhöhungen
- Nachweis über die Mietkaution
- letzte Nebenkostenabrechnung
Für den Notar
- Personalausweis oder Reisepass aller Eigentümer
- Steuer-Identifikationsnummer aller Eigentümer
- Angaben zu eingetragenen Grundschulden und der Bank dazu
- bei einer Erbschaft: Erbschein oder notarielles Testament mit Eröffnungsniederschrift
So hilft Heimverkauf
In Heimverkauf liegen die Unterlagen deines Objekts an einem Ort. Energieausweis, Grundriss, Heizkosten- und Hausgeldabrechnung fotografierst du oder lädst sie als PDF hoch; die KI liest die wichtigen Angaben aus, und du bestätigst jeden Wert. Alles andere – vom Grundbuchauszug bis zur Teilungserklärung – legst du dazu. Mit Premium bekommst du die Besichtigungsmappe mit einer Unterlagenliste für Interessenten und die Notarmappe mit einem Datenblatt für den Notar, vorausgefüllt mit dem, was Heimverkauf schon weiß.